Inner Wheel Club Magdeburg - International Inner Wheel Distrikt 85

Die IdeenWerkstatt im Distrikt 85 - Informationen *

 

Die IdeenWerkstatt ist ein offener, informeller Zusammenschluss von Clubs aus dem 85. Distrikt. Etwa 3-4 Mal im Jahr treffen wir uns zum clubüber-greifenden Erfahrungs- & Gedankenaustausch. Ziel ist es, inhaltliche Anregungen und Impulse für vielstimmige Diskussionen zu geben. Kurzum: Wir möchten mithelfen, die Arbeit von Inner Wheel transparenter, interessanter und lebendiger zu machen.

 

* Die hier versammelten Texte geben die Standpunkte und Auffassungen der Verfasserin wieder. Sie spiegeln darüber hinaus das Meinungsbild und den Diskussionsstand in der IdeenWerkstatt. 

 

                   

 

                 Das will die IdeenWerkstatt

 

    sein …                                    … nicht sein

 

Impulsgeber/ Ideenschmiede                    Nebenregierung/ Beschlussorgan

mitdenken                                               abnicken

offen/ aufgeschlossen                              formal/ geschlossen („closed shop“)

Informationsfluss                                     Informationsmonopol

breite Debatte                                          kl. Kreis der Entscheider

Meinungs-/ Gedankenaustausch                Meinungsführerschaft

ermutigen                                                konkurrieren

Streitkultur                                              Zickenkrieg

kritisch + auch kontrovers                         zwanghaft harmonisch

vielstimmig                                              einstimmig

Basis einbeziehen                                    Alleingänge

IW lebendiger machen                              IW repräsentieren

Ort zum Ideenaustausch                           Klagemauer-Meckerecke

gemeinsame Ziele definieren                     persönl. Interessen durchsetzen         

anregen                                                   bestimmen

miteinander                                              gegeneinander  

Fragen stellen + nachdenken                     Aktionismus ohne Strategie

geduldig, mit langem Atem                         eilig, vorschnell

andere motivieren                                     andere übergehen     

Wie könnte das gelingen?                      Geht nicht! Haben wir noch nie gemacht. 

 

 

 Sabine Paqué/ IWC Magdeburg

 

 

 

 

Think Tank (IdeenWerkstatt) bei Inner Wheel 

Anfänge und erste Schritte

 

 

1. Idee Think Tank

 

Auf der Distriktskonferenz 2016 in Peine fiel – weitgehend unbeachtet - im Vorstand das Stichwort Think Tank, mit der Aufgabe, sich über die Zukunft von Inner Wheel (IW) Gedanken zu machen.

 

Das traf bei uns in der Tischreihe auf spontane Resonanz. Wir waren uns schnell einig darüber, dass IW vor großen Aufgaben und Problemen steht. Und dass dafür nicht nur Entscheidungen ganz oben getroffen werden sollten, sondern basisnahe Diskussionen erforderlich sind. Denn der Alltag von IW findet in den Clubs und vor Ort statt.

 

Ganz sicher ist IW aktuell einem tiefgreifenden Wandlungsprozess unterworfen, der regional/ national unterschiedlich ausfällt. Aber überall gibt es Nachwuchssorgen oder jedenfalls den Wunsch zu wachsen und sich zu verjüngen (Stichwort Mitgliederwerbung/ Aufnahmeverfahren). Andererseits befindet sich IW zunehmend im Konkurrenzkampf mit anderen Serviceclubs und muss dabei eine eigene Marke und Identität entwickeln. Wie sieht die aus – eng an Rotary gebunden oder eher unabhängig mit eigenständigen Markenzeichen? Was haben wir als Allein­stellungsmerkmal zu bieten? Was sind unsere Stärken und Schwächen? Zudem gilt es, IW allgemein bekannter zu machen, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren u.v.a.m.

 

Viele wichtige Fragen – über die dringend eine breite Diskussion entstehen sollte, wie wir finden. Leider fehlt in Deutschland ein Nationaler Vorstand, der Vermittler, Anleiter und Wortführer bei all diesen Fragen sein könnte. Der erforderliche Austausch darüber muss sich deshalb auf die Distriktsebenen verlagern. Nötig ist dafür mehr Kommunikation von oben nach unten (Transparenz, Information), aber auch von unten nach oben (Mitarbeit, Aktivität). Mehr inhaltlicher Austausch zu Themen, mehr Mut zur Kontroverse, das sind weitere Dinge, die wir uns bei IW  unbedingt wünschen.

 

Kurzum, die Frage ist: Wie können wir alle – Vorstände und Clubs – IW interessanter machen und für die Zukunft sicher aufstellen?

 

2. Organisation und Zusammenarbeit

Zu all diesen Themen haben sich – angestoßen von Sabine Paqué/ IWC Magdeburg - ein paar IW-Damen aus benachbarten Clubs (Wolfsburg-Gifhorn, Helmstedt, Peine) zunächst informell getroffen, die Köpfe zusammengesteckt, eifrig miteinander telefoniert, gemailt und Ideen ausgetauscht. Die clubübergreifende Zusammenarbeit hat angeregt, motiviert, ermutigt. Damit sind wir allerdings auch nach einem Jahr erst ganz am Anfang.

 

Aber bevor wir uns richtig an die Arbeit machen, wollen wir breiter informieren, das Projekt Think Tank als Idee vorstellen, um alle Clubs im Distrikt zur Mitarbeit einzuladen, um weitere Mitstreiterinnen zu gewinnen und insbesondere auch vom Distriktsvorstand einen ernsthaften Arbeitsauftrag einzuholen. Sind solche Diskussionen wirklich gewollt, in den Clubs, hier in unserem Distrikt, aber auch anderswo? Denn offenbar gibt es bereits diverse Ideen zu ähnlichen Think Tanks auf überregionaler Ebene bei IW; allerdings haben sie bisher keine sichtbare Spur hinterlassen. Es ist uns jedenfalls nicht gelungen, Konkretes über ihre Aktivitäten zu erfahren.

 

Unsere Clubs haben gemeinsam einen entsprechenden Antrag eingebracht, mit dem der Distriktvorstand gebeten wird, das Thema “Zukunft von Inner Wheel“ stärker, aktiver, aber auch kommunikativer ins Auge zu fassen. Gemeinsam sollten wir in den nächsten Jahren darüber diskutieren und Näheres beschließen.

 

3. Anregung

Zugleich wollen wir anregen, dass ähnliche Gesprächsrunden wie unsere auch andernorts gegründet werden. Wir bitten den Vorstand, dabei behilflich zu sein, dass in möglichst vielen Clubs Ideen zu allen Aspekten der Arbeit von IW gesammelt und breit kommuniziert werden, dass sich regionale Think Tank-Arbeitsgruppen bilden, damit diese Ideenarbeit eine solide Infrastruktur oder Form bekommt.

 

Für Rückfragen, Anregungen, Kritik stehe ich gern zur Verfügung, telefonisch oder per Email. Meine Kontaktdaten finden Sie im IW-Adressbuch. Gern erläutere ich dann mehr und detaillierter, was uns am Herzen liegt und was unser Ziel ist.

 

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S. Paqué, IWC Magdeburg, Goethestr. 43, 39108 Magdeburg, sabine.paque@t-online.de

 

 

 

IdeenWerkstatt - mehr Profil für das Inner Wheel-Rad

 

Inner Wheel (IW) ist aktuell einem tiefgreifenden Wandlungsprozess unterworfen, der regional unter­schiedlich ausfällt. Aber überall gibt es ähnliche Nachwuchssorgen oder jedenfalls den Wunsch zu wachsen und sich zu verjüngen (Stichwort Mitgliederwerbung, Aufnahme­ver­fahren). Andererseits befindet sich IW zunehmend im Konkurrenzkampf mit anderen Serviceclubs und muss dabei eine eigene Identität entwickeln. Wie sieht die aus: Eng an Rotary gebunden oder eher unabhängig mit eigenständigen Markenzeichen? Was haben wir als Allein­stellungsmerkmal zu bieten? Was sind unsere Stärken und Schwächen? Zudem gilt es, IW allgemein bekannter zu machen, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren u.a.m.

 

Viele wichtige Fragen – über die dringend eine breite gemeinsame Diskussion entstehen sollte, wie wir finden. Leider fehlt in Deutschland ein Nationaler Vorstand, der Wort­führer und Vermittler bei all diesen Fragen sein könnte. Der erforderliche Gedankenaus­tausch darüber muss sich deshalb auf die Basis verlagern. Denn der Alltag von IW findet in den Clubs vor Ort statt. Mehr inhaltliche Debatten zu wichtigen Themen, mehr Mut zur Kontroverse, mehr clubübergreifende Begegnungen, das sind weitere Dinge, die uns bei IW fehlen.

 

Wir haben einen ersten Schritt gemacht: Im Rahmen der Distriktskonferenz am 4.11.2017 in Hannover haben sich 11 Freundinnen aus dem Distrikt 85 auf freiwilliger, weitgehend informeller Basis über die Zukunft von Inner Wheel ausgetauscht und in einer „IdeenWerkstatt“ gemeinsam Themenvorschläge erarbeitet. Sie wollen Impulse geben für einen breit angelegten Gedanken­austausch aller IW-Mitglieder über zentrale Themen. Übergeordnetes Ziel ist es, Konzepte und Strategien zu entwickeln, um IW interessanter und bekannter zu machen.

 

Es wurden vier zentrale Aufgaben für die IdeenWerkstatt identifiziert:

 

1.  Verbesserung der Gesprächs- und Kommunikationskultur

Nötig sind Impulse zum breiten, basisnahen Gedankenaustausch, zum Kennenlernen untereinander, zur Motivation im sozialen Engagement, zur club- und distriktübergreifenden Zusammenarbeit, zur gemeinsamen Debatte (über aktuelle IW-Themen, Fragen aus dem Clubleben, Zukunft von IW u.a.m.)

 

2.  Selbstreflektion über die zentralen Fragen „Wer sind wir?“, „Was wollen wir?“

  • eigenes Profil/ Marke Inner Wheel
  • Stärken und Schwächen im Wettbewerb der Serviceclubs
  • Bindung an Rotary oder Eigenständigkeit

 

3.  Verbesserung des Informationsflusses horizontal und vertikal

  • Hierarchien und Monopolwissen aufbrechen, zur Mitarbeit auf allen Ebenen motivieren,
  • Basis besser einbeziehen und Interesse wecken,
  • Ämter, Aufgaben und Strukturen (national und international) erklären und verstehen

 

4.  Inner Wheel Rundschau sowie Internet-Präsenz weiterentwickeln

  • als Medium der Information über die Arbeit von IW auf allen Ebenen
  • sowie als Podium für die Diskussion wichtiger aktueller Themen

 

Allein können wir wenig bewirken, aber vielleicht andere Freundinnen anregen und mit ins Gespräch ziehen. Alle Inner Wheelerinnen – auch außerhalb des Distriktes 85 – sind deshalb herzlich eingeladen, mit uns in einen vielstimmigen Diskurs zu treten und sich aktiv an der IdeenWerkstatt zu beteiligen! Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf (Ansprech­partnerin: Sabine Paqué, Email: sabine.paque@t-online.de).

 

Sabine Paqué/ IWC Magdeburg – Ingeborg Ueberschaar/ IWC Helmstedt – Annette Wagener/ IWC Hannover-Maschsee

         

 

 

Inner Wheel voranbringen - Veränderungen wagen

 

Im Anschluss an die Distriktskonferenz in Peine (D 85) habe ich mir ein paar Gedanken über Inner Wheel gemacht und diese spontan zu Papier gebracht.

 

Bevor ich ausführlich darauf eingehe, möchte ich vorweg deutlich machen, dass der Anstoß für meine Kritik die Sorge um die Zukunft von IW ist. IW liegt mir am Herzen. Ich wünsche mir keine radikale Veränderung und ich will nicht provozieren, aber ich möchte mithelfen, IW interessanter und bekannter zu machen. Dafür ist eine breite Diskussion nötig auf allen Ebenen nötig. Vielleicht können meine Impressionen einen ersten Anstoß geben. Für die eine oder andere Zuspitzung in meiner Darstellung bitte ich schon vorab herzlich um Entschuldigung und hoffe auf großzügige Nachsicht.

 

Inner Wheel in die Zukunft führen: Ein paar Gedankenspiele

 

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

 

Nachdem mittlerweile auch die deutschen Rotary-Clubs fast überall Damen aufnimmt, befindet sich IW bei der Suche nach neuen Mitgliedern in einem harten Wettbewerb mit allen anderen Ser­vice­clubs vor Ort, die i.d.R. sehr viel bekannter sind, mehr Prestige zu vergeben haben und größeres soziales Ansehen genießen.

 

Das „Markenzeichen“ von IW ist demgegenüber vergleichsweise unklar und wird außer­halb von IW bislang eher mit negativen Aussagen verbunden (rotarisches Anhängsel, keine eigene Identität, kein klares Auswahlkriterium bei Neuauf­nahmen, kein soziales Prestige, Kaffeekränz­chen). Wichtig wäre es m.E., daraus positive Werte zu ent­wickeln und diese offensiver bekannt zu machen (z.B. Vereinsleben ohne Fesseln der Anwesenheitspflicht, kein Konkurrenzdenken, hohes Maß an Freiwilligkeit und eigener Motivation, vielfältiges soziales Engagement, persönliche Hilfsbereitschaft und Tatkraft, Geselligkeit, freundschaftliche Kontakte, Motivation durch clubüber­greifende Zusammenarbeit u.a.m.).

 

Die IW Clubs wandeln sich. Wurden vor 20 Jahren vorwiegend Hausfrauen oder Frauen jenseits des Berufslebens Mitglied bei IW, so hat sich das grundlegend geändert. Die meisten Neumitglieder müssen Beruf, Familie, Freizeit und ehren­amtliches Engagement mühsam unter einen Hut bringen. Für IW steht bei vielen weniger Zeit zur Verfügung.  IW hat deshalb einen anderen Stelenwert und muss heute andere Erwartungen erfüllen. Wie sind wir darauf vorbereitet? Wie klappt das in der Praxis?  Wie passen im Cluballtag Jung und Alt zusammen? Das sind Fragen, über die ebenfalls ein gemeinsamer Austausch wünschenswert ist.

 

Intensiver nachdenken sollten wir darüber hinaus immer wieder aufs Neue über die grundlegenden Fragen „Wer sind wir?“  „Was wollen wir?“  „Was sind unsere Ziele? Wie erreichen wir sie?“

 

Diese Identität gilt es regelmäßig gemeinsam zu reflektieren und mit praktischem Leben zu erfüllen. Inwieweit werden die drei großen Überzeugungen von IW – Freund­­schaft, Hilfsbereitschaft, internationale Verständigung – auch glaubwürdig gelebt? Dazu sind Gespräche und Erfahrungsaustausch über IW auf interner Clubebene und auf übergreifender Distriktebene nötig und hilfreich.

 

Anregender Gedankenaus­tausch kommt bei IW bislang viel zu kurz. Kontroversen werden deshalb schnell unter­bunden, denn sie werden leider immer noch als Verstoß gegen den Freundschaftsgedanken missverstanden. In einer so großen Gemein­schaft wie IW sollten sie allerdings normal sein und souverän ausgehalten werden, denn sie helfen bei der Klärung von offenen Fragen und Konflikten. Nicht immer entspricht im Übrigen die vordergründige Harmonie den Tatsachen, wie an den Schwierig­keiten in der Amtsführung der Nationalen Repräsen­tantin deutlich wurde.  Die Unterschlagung eines Briefs der Nationalen Repräsentantin in einzelnen Distrikten ist ein Skandal – freier Meinungsaustausch ist bei IW eine Selbst­verständlichkeit! - und sollte als unethisches Verhalten öffentlich verurteilt werden.

 

IW beschäftigt sich viel zu sehr mit dem Repräsentativen und Formalen, viel zu wenig mit Inhalten oder Themen. Probleme aus dem Cluballtag der einfachen Mitglieder kommen deshalb zu kurz. Wegen der erheblichen Informations­defizite verfolgen viele Mitglieder und Delegierten das IW-Geschehen außerhalb des eigenen Clubs mit Desinteresse, bestenfalls mit freund­licher Distanz. Oft vermeidet man auch bei den Besuchen der Distriktspräsidentinnen Fragen oder Kritik, um nicht unangenehm aufzufallen oder Nichtwissen zu offen­baren. Anschauliches Beispiel für diese Inhaltsleere sind die Tagesordnungen der Distrikts­konfe­ren­­zen deutschland­weit. Interessante Inhalte aus der Praxis fehlen durchweg, stattdessen überall jede Menge offizielle Grußworte, Vorträge (meist von männlichen Rotariern), Wahlen, Regula­rien. Drängende aktuelle Fragen (derzeit z.B. Nationaler Vorstand) werden meist nicht aufgegriffen, Diskussionen der Zeitplan-Disziplin geopfert. Fazit: Viel organisato­rischer Aufwand für wenig inhaltlichen Gewinn! Die meisten Tages­ordnungspunkte hätten auch schriftlich erledigt werden können. Allein die Essenspausen sorgen zuverlässig für Anregung und lebendigen Kontakt, hier tauscht sich die Basis aus. Inner Wheel hat tolle Frauen, leider kommen sie zu wenig zu Wort!

 

Das Fehlen des Nationalen Vorstandes ist m.E. Ursache für ein erhebliches Führungs- und Entscheidungsvakuum. International können wir nicht auf Augenhöhe mit­spielen. Es ist zunächst ergebnisoffen zu klären, ob wir das überhaupt wollen und welche Nachteile durch den Status quo entstehen. Grundsätzlich sollte mehr von IIW berichtet werden; die Arbeit auf internationaler Basis geschieht weit weg und i.d.R. außerhalb der Erfahrungsbereiche der einzelnen Clubs. Das führt dazu, dass die regelmäßig anstehenden Wahlen eher lustlos und oberflächlich abge­wickelt werden. Konkret fehlt der Einblick in das, was man dabei entscheidet.

 

Auf Distriktsebene sehe ich keine Strategie, wie das in meinen Augen schmerzliche Fehlen des Nationalen Vorstandes wettgemacht werden könnte oder die alten Verhältnisse wiederhergestellt werden könnten. Dazu wäre zunächst eine Analyse der Wahl und des Wahlverhaltens in den einzelnen Distrikten nötig. Daran sollte sich eine faire Informationskampagne anschließen, in der Befürworter und Gegner in allen Distrikten gleicher­maßen zu Gehör kommen, so dass auf breiter Ebene (d.h. mit der Basis) offen diskutiert werden kann.

 

Schnellstens müsste die Zusammenarbeit von Distriktpräsidentinnen und Nationaler Repräsentantin verbessert werden. Dafür sind die formalen Voraus­setzungen zu schaffen, so dass eine wirkliche partnerschaftliche und konstruktive  Zusammen­arbeit im Interesse von IW wieder möglich wird, ohne Machtgerangel und hierarchisches Konkurrenzverhalten.

 

 

Potenziale von Inner Wheel – Wie kann IW interessanter und bekannter werden?

 

Vom Geschehen außerhalb des eigenen Clubs erfahren wir bei IW i.d.R. nur auf Distrikts­konferenzen oder auf den Seiten der Inner Wheel Rundschau. Beide könnten eine wichtige Rolle spielen, IW interessanter zu machen, aktuelle Themen bekannt zu machen und für den notwendigen Informationsfluss zu sorgen. Denn der schlechte Informationsaus­tausch zwischen den Ebenen von IW ist ein zentrales Problem, er sorgt für erheb­liche Frustrationen und muss dringend verbessert werden.

 

Distriktskonferenzen:

 

Mehr lebendige Basisbeteiligung und mehr clubübergreifender Aus­tausch könnten erreicht werden durch:

  • Präsentation sozialer Projekte von einzelnen Clubs, die den Geist von IW besonders gut umsetzen und andere anspornen/ motivieren (etwa durch Präsentationen, mit denen einzelne Clubs Modellprojekte  vorstellen).
  • Berichte aus den anderen Distrikten: Was liegt konkret an? Womit befassen sich die DP auf ihren Treffen? Was liegt unserer eigenem Vorstand besonders am Herzen?
  • Diskussion und lebendigen Gedankenaustausch zu aktuellen Themen, auch aus dem Cluballtag - z.B.:
    • Mitgliederwerbung
    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Pressearbeit
    • Betreuung von Neumitgliedern (Paten)
    • Aufnahmeverfahren in der Praxis
    • Zusammenarbeit von Alt + Jung / Neu + Alt/ Rotary + Nicht-Rotary
    • Aktivitäten, die Freundschaft fördern
    • Aktivitäten, die die Sozialkasse füllen
    • Was gefällt uns? Was muss besser werden?
    • clubübergreifende Kontakte (national + international)
    • Zusammenarbeit mit anderen Serviceclubs
    • Wer sind wir? Was sind unsere Ziele? was sind unsere Stärken und Schwächen?
    • IW im Wettbewerb: eigene Marke Inner Wheel
    • Frauenbild im Wandel
    • Freundschaft: Was erwarten wir? Was bringen wir ein?
    • Wie viel Zeit ist IW uns wert? Motivation für mehr Engagement
    • Inner Wheel Rundschau
    • Förderverein – Erfahrungsberichte
    • u.a.m.

 

Inner Wheel Rundschau:

 

Die Inner Wheel Rundschau (IWR) könnte eine zentrale Rolle spielen als Informationsquelle und als Podium für Diskussionen, auch mal kontroverse. Die meisten Mitglieder von IW erfahren vom Leben außerhalb des Clubs ausschließlich aus der IWR. Hier könnte es mehr inhaltliche Anregungen geben, die interessante Themen aufgreifen, tiefer erkunden und eine breite Debatte befördern. Die Arbeit von IW-Verantwortlichen auf allen Ebenen – national und international – verdiente bsplw. eine regelmäßigere Bericht­erstattung, damit sich alle Inner Wheel Mitglieder einen besseren Überblick über die unterschiedlichen Aktivitäten und Amtsaufgaben verschaffen können.

 

In jüngster Zeit hat sich die Rundschau sehr zu ihrem Vorteil verändert. Lieferte sie früher vor allem Bildchen der sozialen Aktivitäten aus den einzelnen Clubs, so gab es in den letzten zwei Ausgaben nicht nur ein anderes Format, sondern auch spürbar mehr Inhalt. Weiterhin dominiert auf den Seiten der IWR allerdings das Image von vorwiegend netten Damen, die sich mit Kittelschürze in den Dienst der guten Sache stellen. Da wünsche ich mir mehr zeitgemäßes Selbstbewusstsein und differenzierte Selbstdarstellung.

 

In meinen Augen bietet die IWR noch viel Potenzial, das kreativ genutzt werden sollte. Das gilt auch für die Suche nach zuverlässigen freien Mitarbeiter in den Clubs, darum sollte man offensiver werben, ggf. auch das Amt der Club­korrespondentin neu definieren.  Insgesamt – typisch für IW -  braucht es auch bei der Rundschau mehr Mut zur Kontroverse. Wünschenswert – ohne Beschränkung durch enge Finanzetats - wären darüber hinaus vierteljährige Erscheinungstermine, um mehr Aktualität zu gewährleisten und zeitnah auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

 

 

Sabine Paqué, IWC Magdeburg, im Juni 2016